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Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie führte die TIGZ - Technologie-, Innovations- und Gründer/innen-Zentrum GmbH Rüsselsheim vom 19. - 22. Oktober 2008 eine Unternehmerreise nach Istanbul durch. Die Türkei ist ein Wachstumsmarkt mit großem, strategischem Potenzial.
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Die Wirtschafts- und Haushaltspolitik sind stabilitätsorientiert und die unternehmerischen Rahmenbedingungen entsprechend zukunftsfähig gestaltet. Hinzu kommt, dass die Türkei ein interessantes Sprungbrett in die zentralasiatischen Staaten ist. Die Reise gab 12 Unternehmen aus Rüsselsheim und der Region die Gelegenheit, mit Unternehmen in der Türkei in Kontakt zu treten, Kooperationsmöglichkeiten zu prüfen und sich bei den einschlägigen Institutionen als Kooperationspartner vorzustellen.
Bilanz des Matchings
Mit einer Ausnahme haben alle befragten Unternehmen im Rahmen der Matchings Neukontakte zu türkischen Firmen und Verbänden geknüpft. Alle bewerten diese Kontakte als ausbaufähig. Ein Unternehmer nutzte die Reise und den entsprechenden Support zur Verfestigung bestehender Kontakte. 60 Prozent der befragten Unternehmen haben für den Ausbau der Kontakte bereits konkrete Verabredungen getroffen. Bemerkenswert viele Mitreisende (44 Prozent) sind bereits die ersten Schritte in der Unternehmenskooperation eingegangen. Das Resultat weist darauf hin, dass sich die beiden, im Vorfeld angebotenen Interkulturellen Seminare mit Fokus auf den „Dos and Don’ts“ der osmanischen Geschäftskultur positiv ausgewirkt haben. Neben Landesinformationen wurden zum Beispiel der stärker personenorientierte Führungsstil und seine Konsequenz für die den Verlauf von Entscheidungsprozessen thematisiert sowie der Umgang mit Zeit, mündlichen und vertraglichen Vereinbarungen etc.
Beispiele guter Praxis
Aufgrund der Gemeinsamkeiten innerhalb ihrer Kooperationsvorhaben formierten sich drei der Teilnehmenden zu einem Kompetenzteam aus der Stadt Rüsselsheim, das mit Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Manfred Schwebel, Rechtsanwältin Gülay Gümüs und für den Wirtschaftsservice der Stadt mit dem Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft, Michael Frammelsberger, fachlich sehr gut aufgestellt war. Sie informierten über die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten bei einer Ansiedlung türkischer Unternehmen in Rüsselsheim. Darüber hinaus wurden einem mittelständigen türkischen Bauunternehmen, das einen deutschen Partner sucht, um bei seinen Projekten an der Mittelmeerküste deutschen Standard zu verwirklichen, die Unterlagen der Gebrüder Rodenheber GmbH, einem mittelständigen Bauunternehmen aus Rüsselsheim überreicht. "Leider konnte ich nicht persönlich an der Reise teilnehmen“, erklärt Hans Rodenheber, einer der Inhaber. "Wir sind aber interessiert und ich bin sehr ge-spannt, was daraus wird.“
Beim Nachbereitungstreffen wurde ein Netzwerkprojekt von acht der auf deutscher Seite teilgenommenen sowie einem weiteren türkischen Unternehmen aus der Taufe gehoben, geplant ist die Bildung eines Netzwerks zur Unterstützung deutsch-türkischer Kooperationen, das in vereinter Aufstellung deutlich an Sichtbarkeit gewinnt, durch das aufsummierte Leistungsspektrum gegenüber Einrichtungen wie der Deutsch-Türkischen AHK, ISO, ITO und KOSGEB profiliert, den Kontakt zu den einschlägigen Einrichtungen gestaltet und eine gemeinsame Strategie der Kundengewinnung verfolgt. Weiterhin wur-den die vielfältigen Vorteile und Synergien von bi- und trilateralen Kooperationen innerhalb dieses Netzwerkes deutlich.
Der Programmablauf und die Schwerpunkte
Die Unternehmergruppe wurde unter anderem von der Türkischen Industriekammer (Istanbul Ticaret Odası, ITO), der Türkischen Handelskammer (Istanbul Sanayi Odasi, ISO) und der Deutsch-Türkischen Außenhandelskammer (Alman-Türk Ticaret ve Sanayi Odası) empfangen. Bei direkten Gesprächen mit interessierten türkischen Unternehmen wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit und der wirtschaftlichen Kooperation ausgelotet.
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Das Spektrum der Gesprächspartner reichte von der türkischen Anwaltskanzlei, über den Steuerberater, das junge IT-Unternehmen, bis hin zu innovativen Designerinnen und zu Vertriebsorganisationen, die ihre Handelsprodukte zukünftig international vermarkten wollen. "Es ist gelungen, den Weg für eine nachhaltige Zusammenarbeit zu ebnen", erklärte die Geschäftsführerin des TIGZ, Gabriele Fladung. „Alle mitreisenden Unternehmen haben vor Ort Kontakte geknüpft, die sie als ausbaufähig bewerten. Rund zwei Drittel haben dazu bereits konkrete Verabredungen getroffen.“
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Alle Teilnehmer waren von der 15-Millionen Metropole äußerst beeindruckt. "Man spürt eine unglaubliche Dynamik in der Stadt“, fasst Gabriele Fladung die Eindrücke der Teilnehmer zusammen. "Istanbul ist eine moderne Metropole in der neben der überwältigenden Tradition Fortschritt und Zukunft unmittelbar erlebbar sind.“ Zum Abschluss besuchten die Teilnehmer das KOSGEB Technologie- und Gründerzentrum der Bogazici Universität Istanbul und waren Gäste der Istanbuler Börse (Menkul Kıymetler Borsası'nın İMKB), die die wirtschaftliche Entwicklung des Landes eindrucksvoll widerspiegelt. Beide Institutionen stehen für das neue, moderne Gesicht der Türkei.
Die Unternehmerreise der TIGZ GmbH fand in Kooperation mit dem ADT – Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e.V. und dem Enterprise Europe Network (EEN) sowie mit Unterstützung des Deutsch-türkischen Gewerbebunds Rheinhessen e.V. (DTGB) und des Büros für Integration im Kreis Groß-Gerau statt.
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