|
[Lokalanzeiger Mainspitze vom 05. Februar 2009]
Freunde des Kommunalen Kinos vergaben beim Neujahrsempfang Auszeichnungen
GUSTAVSBURG. Artige Reden, eine Preisverleihung mit Überraschungseffekt, Unterhaltung und Häppchen - beim Neujahrsempfang für Kunst und Kultur wurde alles geboten. Die "Freunde des Kommunalen Kinos Mainspitze" hatten Kulturschaffende und Kulturinteressierte ins kuschlig warme Theaterzelt eingeladen, gekommen waren über 150 Gäste.
"So viele Leute waren noch nie da", zeigte sich Mister Smurf, der sich mit Axel S. die Moderation teilte (beide verkörpert von Axel Schiel), überwältigt von der Besucherschar, die so nicht erwartet worden war. Sogar Landrat Enno Siehr war erschienen, um Grußworte hervorzuzaubern. Was er indes nicht konnte, war, den Kinofreunden ein saniertes Lichtspielhaus zu versprechen. Er würdigte aber, dass sich der junge Verein an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen habe, als kurz nach der Vereinsgründung das Kommunale Kino wegen Baufälligkeit geschlossen werden musste. Auch lobte er die Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg, die schnell gehandelt hatte, ein Theaterzelt kaufte und als Erstzspielstätte in den Burgpark stellte.
Deshalb erhielt Bürgermeister Richard von Neumann von den "Freunde des Kommunalen Kinos" auch einen Preis für die "innovativste Location mit Charme 2008". Zusätzlich wurde er mit einem Scheck in Höhe von 2000 Euro bedacht. Damit wollen die Kinofreunde einen Beitrag zur Sanierung des Kommunalen Kinos leisten.
Andrea Engler, Artistin aus Ginsheim, wurde für den spektakulärsten Auftritt ausgezeichnet. Wie wir berichteten, trat sie im Dezember vergangenen Jahres trat sie im Dezember vergangenen Jahres in der Frankfurter Jahrhunderthalle am Vertikaltuch vor 1500 Zuschauern auf. Musikalisch begleitet wurde sie dort vom Baden-Badener Philharmonieorchester.
Laudatorin Nina Thelen gratulierte auch Rita und Dieter Becker aus Bad Vilbel: Das Paar bekam einen Preis für die eleganteste Retro-Darbietung. Von der Qualität der Artisten konnte sich das Publikum nachfolgend überzeugen. In gewagten Posen präsentierten sich die Varietékünstler auf einem Tisch.
Gabriele Fladung, Vorstandsmitglied der Kinofreunde und gleichzeitig Geschäftsführerin des Technologie-, Innovations- und Gründer/innen-Zentrums (TIGZ), zauberte echte Neuigkeiten hervor: Vom Hessischen Wirtschaftsministerium erhielt sie die Mitteilung, dass Kunst- und Kulturschaffende in der Region jetzt besonders gefördert werden. Aktuell ist eine "Werkstatt für Kultur- und Kreativwirtschaft" im TIGZ an den Start gegangen. Hier sollen bis zu zehn Existenzgründer aus den Bereichen Kunst, Grafik, Design, Kommunikation, Presse, Film und Werbung beraten und finanziell gefördert werden.
Mit Axel Schiel und Andrea Engler kann Fladung ein erfolgreiches Künstlerpaar vorweisen, dass im TIGZ ansässig ist. "Die kreativen Industrien gelten als Zukunftsbranchen Europas und sind in Hessen längst ein Wirtschaftsfaktor", betonte die Geschäftsführerin. Mit rund 17 Milliarden Euro läge in Hessen ihr Umsatz höher als beispielsweise der Umsatz des ansässigen Fahrzeugbaus.
Ebenfalls erfolgreich agiert Pantomime Jan Rachota: Der Absolvent der Mainzer Clownschule bot beim Neujahrsempfang ein Musikmedley mit beeindruckender Mimik und Gestik. Mit Livemusik unterhalten wurden die Gäste von "Café Chez Nous".
|